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Von der 'Judenfrage' zur Fetischkritik. Karl Marx und der Antisemitismus

Jüdisch-Christliche Begegnungen

14. Juni 2018 19:30 Uhr

Dr. Olaf Kistenmacher

Studium der Philosophie, Geschichtswissenschaft und Psychologie an der Universität Hamburg, Promotion in Kulturwissenschaften

 

Über Karl Marx’ Haltung zur modernen Judenfeindschaft gehen die Auffassungen weit auseinander. Die einen, wie zuletzt Micha Brumlik, sehen in ihm einen 'glühenden Antisemiten'; die anderen verstehen Marx’ Kritik des Waren- und Geldfetischs nicht nur als Basis für eine radikale Gesellschaftsanalyse, sondern auch für eine Kritik des Antisemitismus. In 'Zur Judenfrage' (1843/44) schrieb Marx, die 'weltliche Kultur des Juden' sei 'der Schacher', 'sein weltlicher Gott' das Geld. Allerdings ist dieser frühe Text eine Besprechung eines anderen, offen antisemitischen Werks, und es ist fraglich, inwieweit 'Zur Judenfrage' in der Arbeiterbewegung des 19. und frühen Jahrhunderts rezipiert wurde. Mit dem Hauptwerk 'Das Kapital' entwickelte Marx nicht nur eine Analyse der kapitalistischen Gesellschaft, sondern legte, so der US-amerikanische Marxist Moishe Postone, mit dem Konzept des Fetischs zugleich eine Erkenntnistheorie vor. Fetischisierte – das heißt verdinglichende und personifizierende – Denkweisen zu erkennen, ist nötig für eine fundamentale Kritik des modernen Antisemitismus.

 

  

Teilnahme-Gebühr: 5,00 € / erm. 3,00 €

Veranstalter: Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e.V., Katholisches Bildungswerk Köln, in Zusammenarbeit mit der Synagogengemeinde Köln

 

Eine Veranstaltung der Reihe  Interreligiöser Dialog


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